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Der römische Reich

Die Belgier, die später die tapfersten aller Kelten werden sollten, zogen etwa im 4. Jahrhundert v. Chr. in unsere Ebene. Ein Stamm, und zwar, die Morinen, setzte sich so nah möglich am Meer fest, auf den Inseln, die bei Niedrigwasser herausragten. Und als später die Römer kamen, die auch erobern wollten, gab es zwischen ihnen eine stachelige Guerilla, von der Cäsar doch leicht erschrocken war. Mit Ausfällen aus ihren Zufluchtsorten, worunter, jawohl, Isera Portus, hielten sie sich die unbesiegbaren Legionen vom Leibe. Verärgert, und wahrscheinlich um sich Rom gegenüber etwas zu entschuldigen, sprach Cäsar von einem unbeschreiblichen Sumpf, von dem man nie genau wusste, was Land oder Wasser war, mit gewaltigen Gezeiten und einer armseligen Bevölkerung, die auf Grabhügeln wohnten um trockenen Fußes zu bleiben.
Jedoch, nach einiger Zeit, unter Cäsars Nachfolgern, mussten die Morinen sich doch unterwerfen und wurden ihre Häfen, vor allem Boulogne, für den Verkehr mit Britannien benutzt.
Zum Zeitpunkt des Verfalles des Römischen Reiches erschienen aus dem Norden die Sachsen, Sweben und Friesen, die mehr und mehr unsere Gegend besetzten. Es war auch die Zeit, in der die zweite Dünkirchener Transgression begann: mehr als die Hälfte des jetzigen Westflanderns und ein Teil des französischen Flanderns überfluteten. Lediglich eine Handvoll Düneninseln entlang der Küste blieben über dem Meeresspiegel: die größte hiervan streckte sich von Malo bis zum jetzigen Sint-Joris.
 

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